Uhren Epoche Empire Uhrmacher : LECOMTE 1810

Material:

Bronze Feuervergoldung mercury, Marmor

Epoche:

Empire 1804-1815

Zeit:

XIXe siècle

Herkunft:

Frankreich

  • Aufarbeitung, ursprüngliches Aussehen.
  • Vollständige Wartung des Uhrwerks, perfekte Funktionsfähigkeit.
  • Garantierte Echtheit, ohne Veränderungen.
  • Unverfälschter Vergoldungsgrad.
  • Uhrenschlüssel und Pendel
  • Bedienungsanleitung für die Inbetriebnahme der Pendeluhr.
  • Echtheitszertifikat, Rechnung.
  • Klingelton alte Glocke. Stunde und halbe Stunde.
Höhe: 33 cm
Breite: 31 cm
Tiefe: 16 cm

Beschreibung

Diese bemerkenswerte Uhr in Form eines architektonisch inspirierten Sockels stammt aus der Kaiserzeit um 1810. Aufgrund ihrer imposanten Proportionen, der außergewöhnlichen Handwerkskunst und der Verwendung eines spektakulären meergrünen Marmors, dessen filigrane Maserung der Uhr eine außergewöhnliche dekorative Präsenz verleiht, ist sie ein besonders seltenes und außergewöhnliches Modell. Mit ihren großzügigen und kraftvollen Abmessungen zeichnet sie sich zudem durch ihr sehr großes Zifferblatt aus, das für die luxuriösesten Stücke des frühen 19. Jahrhunderts charakteristisch war. Sie trägt die Signatur des renommierten Pariser Uhrmachers Lecomte, eines Meisteruhrmachers, der für den Zeitraum von 1810 bis 1820 im Tardy’s Dictionary of French Clockmakers aufgeführt ist – ein weiterer Garant für Qualität und Authentizität.

Das Gesamtdesign ist direkt von den monumentalen Vorbildern der Antike inspiriert, die während des Ersten Kaiserreichs wiederentdeckt wurden. Der obere Teil wird von einer breiten, vorspringenden Platte aus meergrünem Marmor gekrönt, die ein majestätisches Gesims bildet, dessen horizontale Linien den Eindruck von Stabilität und Erhabenheit verstärken. Dieser außergewöhnliche Marmor besticht durch eine außerordentlich filigrane Maserung, bestehend aus einem Gewirr schwarzer und dunkelgrüner Äste, die an versteinerte Ranken oder versteinerte Pflanzennetze erinnern und sich deutlich vom Hintergrund in Olivgrün, Blaugrau, Elfenbein und Goldbraun abheben. Dieser seltene Stein erzeugt einen spektakulären grafischen Effekt, da jede Seite ein anderes, einzigartiges Naturmuster offenbart. Unterhalb des Gesimses verläuft eine elegante, durchbrochene Galerie aus quecksilbervergoldeter Bronze, fein ziseliert mit einer regelmäßigen Abfolge stilisierter Palmetten, die durch Voluten verbunden sind. Im Zentrum prangt das kleine Motiv einer antiken Vase, das die neoklassizistische Dekorsprache unterstreicht. Dieser bemerkenswert zarte Fries bildet einen leuchtenden Kontrast zur tiefen Dunkelheit des Marmors. Die Fassade wird von zwei vorgesetzten Säulen mit gerader Kannelierung eingerahmt, die auf viereckigen Basen ruhen und mit schlichten ionischen Kapitellen versehen sind. Die Kannelierung ist klar und regelmäßig und zeugt von außergewöhnlich sorgfältiger Handwerkskunst. Zwischen diesen Säulen befindet sich das große, runde Zifferblatt aus weißem Emaille, dessen außergewöhnliche Proportionen die Komposition prägen. Umgeben von einer vergoldeten Bronzelünette mit fein graviertem Fries aus Blüten und Perlen, ziert es elegante schwarze römische Ziffern und filigran gearbeitete, durchbrochene Zeiger.

Die Signatur „Lecomte à Paris“ am unteren Rand des Zifferblatts unterstreicht den prestigeträchtigen Charakter dieses Stücks. Prächtige, strahlenförmig angeordnete Palmetten schmücken die oberen Zwickel, deren weit geöffnete Blätter an antike Ornamente aus der Zeit Napoleons I. erinnern. Ihre lebendige Modellierung und präzise Ziselierung zeugen von einem erstklassigen Bronzegießer. Der untere Teil der Fassade ist mit einem besonders raffinierten Dekor aus zwei einander zugewandten Sphinxen verziert. Diese mythologischen Wesen, Sinnbilder des vom ägyptischen Exkurs inspirierten Empire-Stils, sind mit elegant langgestreckten, katzenartigen Körpern dargestellt. Sie rahmen ein markantes zentrales Motiv aus symmetrischen Ranken und Pflanzenzweigen ein. Die Skulptur ist filigran, die Figuren sind mit Finesse und zugleich hoher dekorativer Klarheit gestaltet. Das Ganze bildet einen wahren heraldischen Fries, dessen Dynamik die Fassade harmonisch belebt.

Das Reliquiar ruht auf einer massiven, vergoldeten Bronzeterrasse, die vollständig mit fein gemeißelten Wasser- und Lanzettblättern verziert ist. Dieser Zwischensockel markiert einen eleganten Übergang zwischen dem architektonischen Teil und dem Sockel. Letzterer besteht aus mehreren Lagen meergrünen Marmors, die von reichhaltigen, vergoldeten Bronzeprofilen hervorgehoben werden. Ein Fries aus stilisierten Blättern umläuft den gesamten Umfang, während eine Reihe von Kanneluren und Perlen den ornamentalen Reichtum zusätzlich unterstreicht. Die vier flachen, fein kannelierten Kreisfüße geben dem Reliquiar einen festen Stand und verleihen ihm gleichzeitig eine elegante Note.

Die Qualität der quecksilbervergoldeten Bronze verdient besondere Erwähnung. Die Vergoldung mit ihrem warmen, tiefen Ton besitzt den charakteristischen Glanz der feinsten Stücke des Ersten Kaiserreichs. Die Oberflächen wechseln zwischen matten und polierten Bereichen, um die feinen Details hervorzuheben und besonders faszinierende Lichtspiele zu erzeugen.

Mit ihrer monumentalen Architektur, der Seltenheit ihres Designs, ihrem spektakulären Zifferblatt mit sehr großem Durchmesser, der Exzellenz ihrer quecksilbervergoldeten Bronzebeschläge, dem Reichtum ihrer Sphinx- und Palmettenverzierungen und der Verwendung von bemerkenswertem meergrünem Marmor mit außergewöhnlich intensiver Maserung zählt diese bedeutende Empire-Uhr aus der Zeit um 1810, signiert Lecomte in Paris, zu den prestigeträchtigsten und begehrtesten Uhrenkreationen des frühen 19. Jahrhunderts. Ihr außergewöhnlicher Charakter, ihre architektonische Eleganz und die Qualität ihrer Handwerkskunst machen sie zu einem erstklassigen Sammlerstück.

Das originale Uhrwerk ist intakt und unverändert und verfügt über eine Drahtaufhängung. Die Stunden- und Halbstundenschläge erklingen auf einer antiken Glocke mit klarem und authentischem Klang.

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