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Portaluhr Uhrmacher : CONTREAU 1850
| Material: | Bronze Feuervergoldung mercury, Marmor |
|---|---|
| Epoche: | Louis-Philippe 1830 - 1852 |
| Zeit: | XIXe siècle |
| Herkunft: | Frankreich |
- Aufarbeitung, ursprüngliches Aussehen.
- Vollständige Wartung des Uhrwerks, perfekte Funktionsfähigkeit.
- Garantierte Echtheit, ohne Veränderungen.
- Unverfälschter Vergoldungsgrad.
- Uhrenschlüssel und Pendel
- Bedienungsanleitung für die Inbetriebnahme der Pendeluhr.
- Echtheitszertifikat, Rechnung.
- Klingelton alte Glocke. Stunde und halbe Stunde.
Beschreibung
Diese elegante und reich verzierte Portikusuhr von außergewöhnlicher Qualität veranschaulicht perfekt den raffinierten Geschmack des französischen Neoklassizismus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, der Ära Louis-Philippes. Ihre besonders luftige und ausgewogene Architektur ruht auf einer Komposition aus zwei symmetrischen Portiken, die ein massives, freischwebendes zylindrisches Uhrwerk tragen. Diese Anordnung verleiht dem Ganzen eine bemerkenswerte optische Leichtigkeit und hebt gleichzeitig die reiche Ornamentik aus quecksilbervergoldeter Bronze hervor. Die Uhr steht auf einem großen, rechteckigen Sockel aus weißem Marmor mit abgerundeten Ecken und großzügigen Proportionen.
Der Sockel wird durch einen zarten Fries aus vergoldeten Bronzeperlen akzentuiert, der sich um den gesamten Umfang zieht. Die Vorderseite wird von einem bemerkenswerten Basrelief belebt, das eine Prozession von Putten zeigt, die sich zwischen Wolken und Rankenwerk bewegen. Einige tragen Girlanden, andere spielen die Leier oder sind in allegorischen Spielen vertieft, die Kunst, Liebe und Vergnügen beschwören. Die hohe Qualität der Modellierung, die Feinheit der Gesichter und der fließende Fall der Draperie zeugen von besonders sorgfältiger Bildhauerarbeit. An den Enden befinden sich große, strahlenförmig angeordnete Rosetten und kannelierte geometrische Motive, die der Komposition einen harmonischen Rhythmus verleihen.
Der obere Teil des Sockels trägt zwei runde, mit schwarzem Marmor verkleidete Sockel, die einen besonders eleganten Kontrast zum Weiß des Hauptmarmors bilden. Jeder Sockel ist mit großen, fein ziselierten, vergoldeten Bronzeapplikationen verziert. Diese Sockel tragen die beiden seitlichen Portiken, deren Architektur besondere Beachtung verdient. Jede Portikus besteht aus vier schlanken, filigran gedrechselten, freistehenden, vergoldeten Bronzesäulen. Ihre unteren Abschnitte weisen tiefe Kannelierungen auf, während die oberen Schäfte in aufeinanderfolgende Ringe unterteilt sind, die an antike Säulen erinnern. Zwischen diesen Säulen befinden sich hohe, von vergoldeten Perlenketten umrahmte Paneele aus weißem Marmor. Im Zentrum jedes Paneels entfaltet sich ein bemerkenswertes, vergoldetes Bronze-Skulpturendekor, das eine musikalische Trophäe darstellt. Eine antike Leier ist abgebildet, bekrönt von Trauben, Weinblättern, blühenden Blumen und Bändern. Diese Ornamente preisen Kunst und Vergnügen – ein Thema, das in der Kaiserzeit und der Restaurationszeit hoch geschätzt wurde. Am oberen Rand der Tafeln befindet sich eine elegante Schleife, die in floralen Kaskaden endet. Die Ziselierung zeugt von bemerkenswerter Präzision, selbst in den Adern der Blätter und den Blütenblättern. Die Säulen sind durch einen horizontalen, vergoldeten Bronzequerbalken mit gedrehtem Dekor verbunden, der die beiden Portiken verbindet und den Eindruck erweckt, das Uhrwerk schwebe.
Darüber befinden sich gedrechselte Zierelemente in Form von Vasen und kleinen Balustern, inspiriert von der klassischen Architektursprache. Ihr Profil ist perfekt ausbalanciert, und ihre Vergoldung hebt die zahlreichen Gesimse hervor. Im Zentrum der Komposition schwebt ein imposantes zylindrisches Uhrwerk mit einem sehr großen, runden Zifferblatt aus weißem Emaille – ein Schlüsselelement dieser Uhr. Seine beträchtlichen Dimensionen verstärken die monumentale Wirkung des Ganzen. Das Zifferblatt ist von einer reich verzierten, vergoldeten Bronzelünette umgeben, die mit einem fein gravierten und perlenbesetzten Fries geschmückt ist. Die Stunden werden durch schwarze römische Ziffern angezeigt, während die durchbrochenen und filigran geschliffenen Zeiger die neoklassizistische Formensprache aufgreifen. Die Signatur des Uhrmachers, „Contreau à Paris“, befindet sich im unteren Teil des Zifferblatts. Dieser Uhrmacher wird 1850 in Tardys „Dictionnaire des Horlogers“ (Wörterbuch der Uhrmacher) erwähnt, ein wichtiger Beleg für die Dokumentation und Zuschreibung des Stücks.
Unterhalb des Zifferblatts schwingt ein bemerkenswertes Linsenpendel, das eine strahlende Sonne darstellt. In seinem Zentrum erscheint ein idealisiertes Frauengesicht, umgeben von einem Kranz divergierender Strahlen. Dieses Sonnenmotiv verleiht der Komposition Bewegung und Brillanz und bildet einen besonders dekorativen Blickfang im Raum zwischen den beiden Säulengängen. Den oberen Teil krönt ein imposanter, halbkugelförmiger, antiker weißer Marmorbecher auf einem gedrechselten Sockel. Dieses Becken wird von zwei vergoldeten Bronzegriffen eingefasst, die aus stilisierten Pflanzenstängeln mit Schwanenköpfen geformt sind. Ihre fließende Form und naturalistische Modellierung zeugen von der Exzellenz der Skulptur. Der Deckel ist mit einem Bouquet fein gemeißelter Früchte, Beeren, Blüten und Blätter verziert – traditionelle Symbole für Fülle und Wohlstand.
Diese Uhr besticht durch ihre klare Architektur, die eleganten Proportionen, den Reichtum ihrer allegorischen Verzierungen, die außergewöhnliche Qualität ihrer Ziselierungen und den Glanz ihrer Quecksilbervergoldung. Die harmonische Kombination aus weißem und schwarzem Marmor sowie vergoldeter Bronze verleiht dieser Portikusuhr einen besonders repräsentativen Charakter. Als reich verziertes und sorgfältig gefertigtes Stück ist sie ein herausragendes Beispiel französischer Uhrmacherkunst des 19. Jahrhunderts, in der architektonische Qualität mit üppigen, von der Antike und dem Neoklassizismus inspirierten Ornamenten verschmilzt.
Das originale Uhrwerk ist intakt und unverändert. Es schlägt die Stunden und halben Stunden auf einer antiken Glocke mit klarem und authentischem Klang.
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Unsere Stücke stammen vorwiegend von Erbschaftsgegenständen, die über mehrere Generationen mit Sorgfalt aufbewahrt wurden. Jeder Gegenstand wird nach strengen Kriterien ausgewählt, z.B. vollkommene Echtheit und optimaler Vergoldungsgrad.
Wir verwenden nicht den Ausdruck „Restaurierung“. Dieser Begriff steht eher für eine umfangreiche Formveränderung oder Reparatur, die die Echtheit und das ursprüngliche Aussehen der Stücke verändern würde. Jeder antike Gegenstand wird komplett auseinandergebaut und seine Einzelstücke anschließend gereinigt. Unser Reinigungsverfahren verleiht dem Gegenstand einen neuen Glanz ohne den Vergoldungsgrad zu beeinträchtigen. Beim Wiederzusammenbau werden alle Einzelteile, Schrauben und Muttern wieder an ihrem ursprünglichen Platz eingesetzt. Im Anschluss werden Horizontalität, Symmetrie, Ebenheit usw. geprüft.
Unsere Pendeluhren werden umfassend gewartet. Dafür werden sie komplett in ihre Einzelteile zerlegt, gereinigt und anschließend poliert. Die Polierdauer ist entscheidend für den Glanz. Unser Ziel ist ein schimmernder Glanz, der optimal auf den Vergoldungsgrad abgestimmt ist. Eine wichtige Prozedur ist die Versiegelung von abgenutzten Stellen, die über die Jahre hinweg entstanden sind. Durch den Verschluss der Drehpunktlöcher, die durch Verschleiß verformt wurden, erhält das Zahnradgetriebe neue Festigkeit und Qualität. Nach dem Wiederzusammenbau der Teile folgt eine ausführliche Lauftest-Phase, in der Uhrwerk und Glockenschlag zu jeder vollen und halben Stunde überprüft werden.
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