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Kartelluhr Louis-XV Maler: Hipólito Bach, 19. Jahrhundert
| Material: | Bronze Vergoldete |
|---|---|
| Epoche: | Napoléon III 1852 - 1870 (Second Empire) |
| Zeit: | XIXe siècle |
| Style: | Louis XV |
| Herkunft: | Frankreich |
- Aufarbeitung, ursprüngliches Aussehen.
- Vollständige Wartung des Uhrwerks, perfekte Funktionsfähigkeit.
- Garantierte Echtheit, ohne Veränderungen.
- Unverfälschter Vergoldungsgrad.
- Uhrenschlüssel und Pendel
- Bedienungsanleitung für die Inbetriebnahme der Pendeluhr.
- Echtheitszertifikat, Rechnung.
- Klingelton alte Glocke. Stunde und halbe Stunde.
Beschreibung
Außergewöhnliche große Kartelluhr aus Martin-Lack und vergoldeter Bronze im Louis-XV-Stil, um 1880 gefertigt, von seltener Größe mit einer beeindruckenden Höhe von 70 cm und von besonders bemerkenswerter dekorativer Qualität. Das Uhrwerk trägt den Stempel „Mongin“, eines in Tardys berühmtem Dictionnaire des horlogers français verzeichneten Uhrmachers, wodurch dieses außergewöhnliche Werk zusätzliches uhrmacherisches und dokumentarisches Interesse gewinnt. Das Zifferblatt bildet aufgrund seiner außergewöhnlichen Dimensionen und seiner Eleganz einen wahren Mittelpunkt der Komposition. In seinem Zentrum trägt es die Signatur „H. Bach“ sowie die Bezeichnung „Madrid“, wodurch der Maler Hipólito Bach identifiziert wird, dem die bemerkenswerten malerischen Kompositionen auf dem Gehäuse zugeschrieben werden. H. Bach, der im 19. Jahrhundert in Madrid tätig war, ist insbesondere als Künstler und Spezialist für dekorative Malerei auf Fächern bekannt; seine Signatur „H. Bach Madrid“ ist auf bemalten Werken dieser Zeit nachgewiesen. Bei dieser Uhr erhält seine Mitwirkung durch die außergewöhnliche Größe des Bildträgers und die Fülle des dekorativen Programms eine ganz besondere Bedeutung: Blumenbouquets, Blattwerk, Landschaften und eine pastorale Szene verbinden sich zu einer prachtvollen Gesamtgestaltung. Das Gehäuse wurde in der raffinierten Technik des Martin-Lacks ausgeführt, einem besonders begehrten dekorativen Verfahren der Kunst des 18. Jahrhunderts, das im 19. Jahrhundert meisterhaft wiederaufgenommen wurde. Diese Technik beruht auf einer sorgfältigen Vorbereitung des Trägers, dem schichtweisen Auftrag farbiger Lacke und Firnisse sowie der Ausführung der gemalten Dekoration, gefolgt von den abschließenden Veredelungs- und Polierarbeiten. Das Ergebnis ist eine tiefgründige, leuchtende Oberfläche in einem warmen Gelb-Orange-Ton, der durch den Glanz der vergoldeten Bronzen auf eindrucksvolle Weise hervorgehoben wird. Diese besonders anspruchsvolle Verbindung aus bemaltem Lack, figürlicher Malerei und vergoldeter Bronze zeugt von dem ausdrücklichen Wunsch, ein prachtvolles Repräsentationsobjekt zu schaffen, das seinem Charakter nach weit über eine einfache Uhr hinausgeht und vielmehr einem Kunstwerk der dekorativen Künste entspricht.
Von oben nach unten entfaltet die Komposition eine außergewöhnlich üppige Architektur im Louis-XV-Stil, die vollständig von geschwungenen Linien, kontrollierter Asymmetrie, Rocaille-Ornamenten und pflanzlichen Motiven geprägt ist. Den oberen Abschluss bildet eine spektakuläre durchbrochene Dekoration aus vergoldeter Bronze mit einem Adler mit ausgebreiteten Flügeln, der auf der Spitze des Gehäuses thront und von einem eleganten Geflecht aus Ranken, Blattwerk, Blumen und Rocaille-Motiven umgeben ist. Diese Bekrönungsfigur verleiht der Uhr eine geradezu skulpturale Dimension und bildet einen besonders originellen Abschluss. Darunter ist der stark geschweifte obere Gehäusebereich mit Blumenbouquets, Girlanden und fein ziselierten Rocaille-Ornamenten bereichert. Die vergoldeten Bronzen setzen sich anschließend in langen, geschwungenen Kompositionen fort, die sich vollkommen an die Konturen des Gehäuses anschmiegen und Akanthusblätter, Muscheln, Rocaille-Motive, Voluten, Blattwerkranken, Bouquets und voll erblühte Blumen miteinander verbinden. Beidseitig bilden die prachtvollen ausgeschnittenen und durchbrochen gearbeiteten Gitter aus vergoldeter Bronze eines der spektakulärsten Elemente der Dekoration. Ihr aus Arabesken, Voluten und pflanzlichen Ranken bestehendes Muster lässt im Hintergrund einen tief dunkelroten Samt sichtbar werden. Dessen dunkle Tonalität verstärkt den Glanz der Vergoldung auf eindrucksvolle Weise und verleiht den Gittern eine außergewöhnliche Plastizität und Tiefenwirkung. Im Zentrum befindet sich das außergewöhnlich große und eindrucksvoll präsente Zifferblatt, eingefasst von einer breiten profilierten Lünette aus vergoldeter Bronze. Der makellos weiße Grund trägt große schwarze römische Ziffern sowie eine äußere Minuterie, während das Zentrum elegant die Signaturen „H. Bach“ und „Madrid“ trägt. Die fein ausgeschnittenen, gebläuten Stahlzeiger mit ihren dekorativen Voluten bilden einen herrlichen Kontrast zum Weiß des Zifferblatts. Unterhalb des Zifferblatts setzt sich das Gehäuse mit einer großen geschweiften Fläche fort, auf der sich die zentrale gemalte Szene befindet. Der untere Bereich entwickelt sich schließlich zu einer tief geschweiften Konstruktion, eingefasst von vergoldeten Bronzen und abgeschlossen durch vier geschweifte, in Voluten auslaufende Füße, wodurch das gesamte Ensemble eine leichte, bewegte Silhouette erhält, die den Formenschatz der Louis-XV-Rocaille vollkommen charakteristisch verkörpert.
Das von H. Bach ausgeführte malerische Programm zählt zu den wertvollsten und reizvollsten Elementen dieser Uhr. Jedes Gehäusefeld ist mit bemerkenswert abwechslungsreichen floralen Kompositionen versehen: Rosen, Wiesenblumen, Bouquets, Blattwerk und blühende Zweige sind natürlich auf dem warmen Grund des Martin-Lacks angeordnet. Diese Kompositionen begleiten und betonen die Architektur des Gehäuses und schaffen einen ständigen Dialog zwischen Malerei und Skulptur. Das große untere Feld zeigt eine prachtvolle und besonders fein ausgeführte galante pastorale Szene. Unter einem majestätischen Baum sind mehrere Figuren in einer ländlichen Landschaft dargestellt: Eine junge Frau in einem Kleid mit warmen Farbtönen sitzt neben einer männlichen Figur, während ein Kind und ein kleines Tier die Szene vervollständigen. Ein mit Blumen gefüllter Korb, die Vegetation, Bäume und die Landschaft im Hintergrund verleihen der Komposition eine überzeugende malerische Tiefe. Die von Ocker-, Rot-, Grün- und Brauntönen beherrschte Farbpalette harmoniert auf wunderbare Weise mit dem goldenen Grund des Lacks. Der Maler verstand es meisterhaft, die Szene in die bewegten Konturen des Gehäuses einzufügen und die vorhandene Fläche intelligent zu nutzen, um eine regelrechte Miniaturlandschaft zu schaffen. Die verschiedenen Bouquets, die die übrigen Gehäusefelder schmücken, führen diese zentrale Szene auf natürliche Weise fort und verleihen dem gesamten Werk eine bemerkenswerte dekorative Einheit. Die Arbeit von H. Bach verleiht dieser Uhr somit eine außergewöhnliche malerische Dimension: Sie ist nicht lediglich reich ornamentiert, sondern präsentiert ein regelrechtes gemaltes Dekorationsprogramm, in dem Landschaften, Figuren und Blumen entscheidend zu ihrer künstlerischen Identität beitragen.
Mit ihrer außergewöhnlichen Höhe von 70 cm, ihrer monumentalen und zugleich eleganten Silhouette, dem reichen Dekor aus vergoldeter Bronze, der Seltenheit ihres bemalten Martin-Lacks, der Bedeutung ihres außergewöhnlich großen, signierten Zifferblatts „H. Bach Madrid“, der Qualität ihrer malerischen Dekoration und der Üppigkeit ihres Rocaille-Formenschatzes stellt diese Kartelluhr ein besonders spektakuläres Beispiel der dekorativen Künste des späten 19. Jahrhunderts dar. Der Stempel „Mongin“ auf dem Uhrwerk, verbunden mit der Signatur „H. Bach Madrid“ und einem derart umfangreichen dekorativen Programm, vereint in einem einzigen Werk uhrmacherische, künstlerische und dekorative Bedeutung. Die Louis-XV-Architektur, meisterhaft rhythmisiert durch die skulptural gearbeiteten vergoldeten Bronzen, kontrastiert mit der warmen Farbigkeit des Lacks und der tiefen Wirkung des dunkelroten Samts hinter den Gittern, während die bemerkenswerte Malerei dem Ensemble eine wahrhaft einzigartige Dimension verleiht. Die Uhr beeindruckt unmittelbar durch ihre Größe und Präsenz; ihre ganze Fülle offenbart sich jedoch erst bei genauer Betrachtung der Details: die Feinheit der Blumen, die Qualität der Landschaften, die Delikatesse der Figuren, die Durchbrechungen der Gitter, die bewegte Rocaille-Ornamentik, die Vielfalt des Blattwerks und die Raffinesse der vergoldeten Bronzen. Authentisch, monumental, selten und von außergewöhnlicher dekorativer Präsenz besitzt sie jene besondere Qualität von Kunstobjekten, die dazu bestimmt sind, zum Blickfang eines Interieurs zu werden. Ihre außergewöhnliche Verbindung aus der Malerei von H. Bach, Martin-Lack, vergoldeter Bronze und einem von Mongin signierten Uhrwerk macht sie zu einem charaktervollen und besonders begehrenswerten Objekt für Liebhaber antiker Uhren und Sammler dekorativer Kunst. Ein wahrhaft bemerkenswertes Werk, dessen Größe, Originalität des Entwurfs, Fülle des Dekors und schöner Erhaltungszustand diese Kartelluhr zu einem außergewöhnlichen Exemplar machen – ebenso spektakulär in ihrer Erscheinung wie kostbar in der Qualität ihrer Ausführung.
Das originale Uhrwerk ist unverändert und schlägt die Stunden und halben Stunden auf einer antiken Glocke.
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Unsere Stücke stammen vorwiegend von Erbschaftsgegenständen, die über mehrere Generationen mit Sorgfalt aufbewahrt wurden. Jeder Gegenstand wird nach strengen Kriterien ausgewählt, z.B. vollkommene Echtheit und optimaler Vergoldungsgrad.
Wir verwenden nicht den Ausdruck „Restaurierung“. Dieser Begriff steht eher für eine umfangreiche Formveränderung oder Reparatur, die die Echtheit und das ursprüngliche Aussehen der Stücke verändern würde. Jeder antike Gegenstand wird komplett auseinandergebaut und seine Einzelstücke anschließend gereinigt. Unser Reinigungsverfahren verleiht dem Gegenstand einen neuen Glanz ohne den Vergoldungsgrad zu beeinträchtigen. Beim Wiederzusammenbau werden alle Einzelteile, Schrauben und Muttern wieder an ihrem ursprünglichen Platz eingesetzt. Im Anschluss werden Horizontalität, Symmetrie, Ebenheit usw. geprüft.
Unsere Pendeluhren werden umfassend gewartet. Dafür werden sie komplett in ihre Einzelteile zerlegt, gereinigt und anschließend poliert. Die Polierdauer ist entscheidend für den Glanz. Unser Ziel ist ein schimmernder Glanz, der optimal auf den Vergoldungsgrad abgestimmt ist. Eine wichtige Prozedur ist die Versiegelung von abgenutzten Stellen, die über die Jahre hinweg entstanden sind. Durch den Verschluss der Drehpunktlöcher, die durch Verschleiß verformt wurden, erhält das Zahnradgetriebe neue Festigkeit und Qualität. Nach dem Wiederzusammenbau der Teile folgt eine ausführliche Lauftest-Phase, in der Uhrwerk und Glockenschlag zu jeder vollen und halben Stunde überprüft werden.
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